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Es musizieren Elisabeth Haumann, Stefan Wiedemann und Martin Hoffmann in der Abteikirche Oberschönenfeld virtuose Musik des 18. Jahrhunderts für Sopran, Trompete und Orgel. Anlässlich des 300. Geburtstags Leopold Mozarts steht hier insbesondere die ästhetische Auseinandersetzung  des Salzburger Vizekapellmeisters mit seinen Zeitgenossen, insbesondere mit Johann A. Hasse im Vordergrund

So werden im Oktober 1771 zur Hochzeit des Erzherzogs Ferdinand in Mailand Johann A. Hasses Oper „Il Ruggiero“ und Wolfgang A. Mozarts „Ascanio in Alba“ aufgeführt. Ein ästhetischer Paradigmenwechsel ist damit vollzogen: Das Alte und das Neue, Vergangenheit und Zukunft prallen hier aufeinander. Und bereits zwei Jahre zuvor beschreibt Hasse das Familiensystem Mozart überaus weitsichtig:

„Ich habe hier die Bekanntschaft eines gewissen Herrn Mozart, Kapellmeister beim Bischof von Salzburg, gemacht, eines geistvollen, feinen und weltgebildeten Mannes, der, wie ich glaube, nicht bloß in der Musik, sondern auch in andern Dingen seine Sache versteht.(…) Der erwähnte Herr Mozart ist ein sehr gebildeter und höflicher Mann, die Kinder sind sehr gut erzogen. Der Knabe ist außerdem auch schön, lebhaft anmutig und benimmt sich in Allem so hübsch, daß, wenn man ihn kennt, man gar nicht umhin kann, ihn lieb zu haben. Das Eine ist sicher: wenn seine Entwicklung mit dem Alter Schritt hält, wird ein Wunder aus ihm. Nur darf der Vater ihn nicht zu sehr verhätscheln und durch Beräucherung mit übertriebenem Lob verziehen. Das ist die einzige Gefahr, die ich befürchte.“