Ein Rück­blick auf zwölf Jahre im Bür­ger­mei­ster­amt

Beim Neujahrsempfang in Diedorf trug sich Äbtissin Gertrud Pech O. Cist ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Hinter ihr (von links): stellvertretender Landrat Hubert Kraus, zweiter Bürgermeister Thomas Rittel, Bürgermeister Peter Högg und dritte Bürgermeisterin Maria Prues.
Beim Neujahrsempfang in Diedorf trug sich Äbtissin Gertrud Pech O. Cist ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Hinter ihr (von links): stellvertretender Landrat Hubert Kraus, zweiter Bürgermeister Thomas Rittel, Bürgermeister Peter Högg und dritte Bürgermeisterin Maria Prues. Foto: Marie Fichtel

„Für mich ist Ihr Kommen vor allem Anerkennung und Wertschätzung für unsere Arbeit in der Marktgemeinde Diedorf“, begrüßte Bürgermeister Peter Högg die Anwesenden in der Schmuttertalhalle in Diedorf zum Neujahrsempfang, der, wie üblich, am Dreikönigstag stattfand. Für den 62-Jährigen war es nach inzwischen fast zwölf Jahren im Amt der letzte Neujahrsempfang als Bürgermeister. Den nutzte er, um auf die Ereignisse seiner Amtszeit zurückzublicken und anderen zu danken.

Als größte Herausforderung seiner Zeit als Bürgermeister bezeichnet Högg die Flüchtlingswelle 2014. „Geflüchtete haben in Diedorf vorübergehend oder auf Dauer ein Zuhause gefunden und große Hilfsbereitschaft erfahren“, sagte er. Mit Beginn des Ukraine-Krieges wurden die Ehrenamtlichen noch einmal gefordert. Auch Keime im Trinkwasser stellten für die Marktgemeinde eine große Herausforderung dar, boten aber auch gleichzeitig neue Möglichkeiten, so Högg: „So konnten wir unser gesamtes Netz sanieren, einen neuen Tiefbrunnen bauen und somit langfristig die Wasserversorgung in der gesamten Marktgemeinde im Eigenbetrieb sichern.“ Im Frühjahr 2025 konnte der neue Brunnen dann endlich in Betrieb gehen. Auch Hochwasser und Starkregenereignisse hielten Diedorf in den vergangenen Jahren in Atem. „Die Dammbauwerke Lettenbach II und am Engelshofer Bach haben erste Bewährungsproben bestanden“, schlussfolgerte Högg. Weitere Hochwasserrückhaltebecken seien in Planung.

Partnergemeinden hoffen weiter auf Zusammenarbeit mit Diedorf

Högg nutzt die Gelegenheit auch, um die starke Gemeinschaft der Bürgermeister im Landkreis Augsburg zu betonen. „Ich bin stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, bei der die Zugehörigkeit zu einer bestimmten politischen Gruppierung nie eine Rolle spielt“, sagt er. So sei die Zusammenarbeit immer zielorientiert und konstruktiv gewesen. Dafür sowie für die Zusammenarbeit im Marktgemeinderat, mit den Ortsteilen und Kirchengemeinden sei er sehr dankbar, so Högg: „Vielen Dank allen, die mit ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten zu einem kulturellen Leben in unserer Gemeinde mit großer gegenseitiger Wertschätzung beigetragen haben.“

Auch die Bürgermeister der Partnergemeinden in Frankreich und Tschechien dankten Peter Högg für die langjährige Zusammenarbeit. „In den zwölf Jahren hat sich eine Freundschaft aufgebaut“, erzählt Gwénaël Poisson, Bürgermeister der Gemeinde Bonchamp in Frankreich, zu Beginn seiner Videobotschaft auf Deutsch. Gemeinsam habe man es geschafft, eine Zusammenarbeit mit jährlichen Treffen aufzubauen. Darüber sei er sehr glücklich, so Poisson.