Unser neuer Spiritual P. Benedikt OCist. stellt sich vor
Was macht ein Mann im Frauenkloster?
Es ist eine jahrzehntelange Tradition, dass die Zisterzienserabtei
Marienstatt einen Priestermönch für die Zisterzienserinnenabtei
Oberschönenfeld abstellt – als Spiritual, also als Hausgeistlichen, der die
Sakramente spenden kann – und Menschen begleitet.
Am 31. Oktober 2025 habe ich, P. Benedikt Michels OCist, meinen
Mitbruder, den langjährigen Spiritual in Oberschönenfeld, P. Theobald
Rosenbauer OCist, nach Marienstatt heimgeholt, wo dieser am 10.
Februar 2026 – acht Tage nachdem er am 2. Februar 92 Lebensjahre
feiern durfte – mit einem Lächeln auf dem Gesicht heimgegangen ist zu
Gott, seinem Schöpfer und Erlöser.
Seit dem 29. März 2026, dem Palmsonntag, bin nun ich beauftragt, die
Aufgabe des Spirituals in Oberschönenfeld wahrzunehmen. Ich wurde
1957 in Opladen bei Köln als Ältester von vier Kindern geboren, habe
dort das Abitur abgelegt, und dann mit dem Studium der Theologie in
Bonn und Regensburg begonnen. 1980 bin ich in die Abtei Marienstatt
eingetreten – und habe nach Ablegen der Zeitlichen Profess mein
Theologiestudium in Würzburg zu Ende geführt. Nach Ablegen meiner
Feierlichen Profess im September 1984 habe ich in Köln und Oxford
Englisch und Geschichte studiert, wurde 1985 zum Priester geweiht, und
habe nach dem Referendariat 1993 als Lehrer am Privaten Gymnasium
Marienstatt begonnen – eine Aufgabe, die mich mit großer Freude erfüllt
hat: mit jungen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen.
Vor knapp zwei Jahren bin ich den “Ruhestand” getreten, um jungen
KollegInnen Platz zu machen. Und nun durfte ich die Aufgabe des
Spirituals in der Abtei Oberschönenfeld übernehmen, was mir eine große
Ehre und Freude ist (die Schwestern haben bisher alles getan, dass ich
meine Entscheidung für die Übernahme dieser Aufgabe nicht bereue).
Neben der Aufgabe als Spiritual der Schwestern habe ich mich gerne
dazu bereit erklärt, auf Anfrage für geistliche Gespräche und die
Spendung des Beichtsakramentes zur Verfügung zu stehen – und ab dem
kommenden Jahr Einkehrtage und geistliche Fortbildungen anzubieten.
Ich bin Gott zutiefst dankbar für Seine leitende Hand in meinem Leben.
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