Am 02. August 2026 feierten wir mit Äbtissin M. Gertrud ihr 40. Professjubiläum. In großer Dankbarkeit für Ihren Dienst konnten wir einen festlichen Dankgottesdienst feiern, der nach der Hl. Eucharistie in eine kurze Begegnung mit allen Kirchenbesuchern mündete.
Anschließend feierten wir in der Gemeinschaft und brachten bei einer kleinen Feierstunde Texte und Gedanken von Pater Christophe Cherge OCSO, deren Märtyrertod 30 Jahre vergangen ist. Ein Text lautete:
„Ich bin ein Haus des Gebetes,
der heilige Paulus bezeichnet mich als ‚Tempel des Geistes‘. Das heißt, ich bin von Gott und für Gott erbaut. Und das sagt mir das Gebet, es ist das Gebet, das mich erbaut. Der Ort dieser ersten Überzeugung ist das persönliche Gebet, in dem ich bereit bin, hungrig und vor allem leer zu sein, frei von eigenen Wünschen, um mich ganz dem Wunsch Gottes anzuschließen. In dem ich der unvorhersehbaren Neuheit, die von Gott zu mir kommen soll, freien Lauf lasse. In dem meine Freiheit im Voraus zustimmt, was der Heilige Geist mit mir vorhat. Dort lerne ich auch, mich selbst in meiner Armut, meiner geistigen und herzlichen Dürre zu erkennen. Genau dort erfasse ich mich als mit Gott verbunden, von ihm geliebt, in seinen Händen, selbst wenn dieses Gebet eine Auseinandersetzung ist (Jakobs Kampf, Jesu Todeskampf). Und ich weiß, dass ich den Faden dieser Liebe verlieren kann, die manchmal so verwirrend und in der Nacht so zart ist, wenn es mir in jener Stunde fehlt, in der von mir verlangt wurde, zu wachen, „damit ich nicht in Versuchung gerate“. Deshalb glaube ich, zusammen mit so vielen Geistlichen, die in allen religiösen Traditionen der Menschheit Schule gemacht haben, dass man sich bereit erklären muss, von Zeit zu Zeit ohne Gegenleistung in diesem Gebet auszuharren. Amen.
Pater Christian de Chergé (1937–1996)
Eine Zeder aus dem Atlasgebirge wird nun bald unseren Garten zieren – So sind wir in Verbindung mit unseren Mitbrüdern vom Atlasgebirge.
Herr Jesus,
du hast den Tod ohne Waffen und ohne Gewalt besiegt:
Du hast seine Macht mit der Kraft des Friedens zerschlagen.
Schenke uns deinen Frieden,
so wie du es den von Zweifeln geplagten Frauen am Ostermorgen getan hast,
so wie du es den Jüngern getan hast, die sich aus Angst versteckt hielten.
Sende deinen Geist,
den Atem, der Leben schenkt und versöhnt,
der Gegner und Feinde zu Brüdern und Schwestern macht.
Erwecke in uns das Vertrauen in Maria, deine Mutter,
die mit gebrochenem Herzen am Fuße deines Kreuzes stand,
fest im Glauben, dass du wieder auferstehen würdest.
Möge der Wahnsinn des Krieges ein Ende finden
und die Erde von denen gepflegt und bewirtschaftet werden,
die noch wissen, wie man Leben hervorbringt, schützt und liebt.
Erhöre uns, Herr des Lebens! Amen.
(Papst Leo XIV)

















Liebe Mutter Gertrud,
ich gratuliere ihnen zum 40. jährigen Ordensjubiläum vom Herzen und wünsche ihnen weiterhin Gottes klare Führung in der Gewissheit:
„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“
Joh. 15,16
Gott segne und behüte Sie und Ihren so wertvollen Dienst.
Herzlichen Gruß aus Kirchseeon bei München
wünscht Ihnen Ihr Alex Schindler