Mut zur Entscheidung – „Fürchtet euch nicht vor dem Ruf Jesu“ 

Mut zur Entscheidung (von Papst Leo XIV. an die Jugendlichen 8/2025)

Wie finden wir den Mut, uns zu entscheiden? Wo finden wir den Mut, Entscheidungen zu treffen und kluge Entscheidungen zu treffen? Das Entscheiden ist eine grundlegende menschliche Handlung. Wenn wir sie genau betrachten, verstehen wir, dass es nicht bloß darum geht, etwas zu wählen, sondern jemanden zu wählen. Wenn wir uns entscheiden, entscheiden wir im wahrsten Sinne des Wortes, wer wir werden wollen. Die Entscheidung schlechthin ist nämlich unsere Lebensentscheidung: Was für ein Mann willst du sein? Was für eine Frau willst du sein? Liebe junge Menschen, das Entscheiden lernen wir durch die Prüfungen des Lebens und vor allem, indem wir uns daran erinnern, dass wir erwählt wurden. Die Erinnerung daran muss vertieft und geschult werden. Wir haben das Leben geschenkt bekommen, ohne es gewählt zu haben! Am Anfang unseres Daseins stand nicht eine Entscheidung von uns, sondern eine Liebe, die uns gewollt hat. Im Laufe unseres Lebens erweist sich als wahrer Freund, wer uns hilft, diese Gnade in den Entscheidungen, die wir treffen müssen, zu erkennen und zu erneuern.

Liebe junge Menschen, ihr habt richtig gesagt: „Entscheiden bedeutet auch, auf etwas anderes zu verzichten, und das blockiert uns manchmal.“ Um frei zu sein, muss man von dem festen Fundament ausgehen, von dem Felsen, der unsere Schritte stützt. Dieser Felsen ist eine Liebe, die uns vorausgeht, uns überrascht und uns unendlich übersteigt: die Liebe Gottes. Vor ihm wird die Entscheidung deshalb zu einer Einsicht, die nichts Gutes entreißt, sondern immer zum Besseren führt.

Der Mut zur Entscheidung kommt aus der Liebe, die Gott uns in Christus offenbart. Er ist es, der uns mit seinem ganzen Sein geliebt hat, indem er die Welt gerettet und uns so gezeigt hat, dass das Geschenk des Lebens der Weg ist, um uns selbst zu verwirklichen. Deshalb entspricht die Begegnung mit Jesus den tiefsten Erwartungen unseres Herzens, denn Jesus ist die menschgewordene Liebe Gottes.

Den Mut finden, Entscheidungen zu treffen und Jesus zu sagen: „Du bist mein Leben, Herr“. „Herr, du bist mein Leben“. Danke.

Papst Leo XIV. ruft junge Katholiken dazu auf, sich Gedanken darüber zu machen, wozu sie im Leben berufen sein könnten. Das sagte er in einer Videobotschaft an Jugendliche in den USA.

„Liebe junge Menschen, wenn ihr durch Freundschaft, die Sakramente und die eucharistische Anbetung Jesus näherkommt, scheut euch nicht, ihn zu fragen, wozu er euch beruft. Manche von euch sind vielleicht zum Priestertum berufen, um Gottes Volk durch die Feier der Sakramente, die Verkündigung des Wortes Gottes und die Begleitung der Gläubigen zu dienen. Andere sind vielleicht zum Ordensleben berufen, um sich ganz Gott hinzugeben; wieder andere zur Ehe und Familie. Wenn ihr den Ruf des Herrn spürt, fürchtet euch nicht. Er kennt die tiefsten, vielleicht verborgenen Wünsche eures Herzens und den Weg, der euch zu wahrer Erfüllung führt. Lasst euch von ihm leiten und führen!“

Jesus fragt zwei Jünger Johannes des Täufers, die ihm folgen: „Was sucht ihr?“ (Joh 1,38)

„Jesus stellt den Jüngern diese Frage, weil er ihre Herzen kennt. Sie waren unruhig – im positiven Sinne. Sie wollten sich nicht mit dem gewohnten Alltag zufriedengeben. Sie waren offen für Gott und sehnten sich nach Sinn. Heute stellt Jesus jedem von euch dieselbe Frage. Liebe junge Menschen, wonach sucht ihr? Warum seid ihr hier auf dieser Konferenz? Vielleicht sind auch eure Herzen unruhig und suchen nach Sinn und Erfüllung, nach Orientierung im Leben. Die Antwort findet sich in einem Menschen. Nur der Herr Jesus schenkt uns wahren Frieden und wahre Freude und erfüllt unsere tiefsten Sehnsüchte.“

„Seid offen für das, was der Herr für euch bereithält“

Die Geschichte geht im Johannesevangelium aber noch weiter. Die beiden Jünger – einer von beiden ist Andreas, der Bruder des Simon – fragen Jesus, wo er wohnt, und folgen ihm dann in seine Wohnung (die uns der Evangelist leider nicht näher beschreibt).

„Es genügte ihnen nicht, dass ihnen jemand sagte, Jesus sei das Lamm Gottes; sie wollten ihn persönlich kennenlernen und Zeit mit ihm verbringen. Auch ihr werdet während dieser Konferenz die Gelegenheit haben, Zeit mit dem Herrn zu verbringen. Wie für Andreas mag dies für einige von euch die erste wirkliche Begegnung mit Christus sein. Für andere bieten diese Tage die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm und das Verständnis des katholischen Glaubens zu vertiefen. Seid offen für das, was der Herr für euch bereithält!“

Die Freude mit anderen teilen

Die beiden Jünger halten sich nur wenige Stunden bei Jesus auf – und doch, so betont Papst Leo XIV., hat diese Begegnung ihr Leben verändert. Andreas geht gleich zu seinem Bruder Simon, um ihm mitzuteilen: „Wir haben den Messias gefunden!“ (V. 41)

„Das ist die Antwort, die wir alle geben können, sobald wir den Herrn kennenlernen. Diese Passage erklärt uns daher, was es bedeutet, Missionare zu sein. Nach seiner Begegnung mit Jesus konnte Andreas nicht anders, als seinem Bruder von seiner Erfahrung zu berichten: Missionarischer Eifer entspringt der Begegnung mit Christus. Wir möchten mit anderen teilen, was wir empfangen haben, damit auch sie die Fülle der Liebe und Wahrheit erfahren, die nur in ihm zu finden ist. Ich bete darum, dass ihr alle nach dieser Konferenz von demselben missionarischen Eifer ergriffen sein werdet, die Freude, die ihr durch eine authentische Begegnung mit dem Herrn erfahren habt, mit euren Mitmenschen zu teilen.“

 

 

Bin ich berufen? Wenn Sie sich diese Frage stellen, könnte die Antwort „ja!“ lauten. Zumindest hat das Kloster eine Idee, einen Gedanken in Ihnen geweckt, der Sie irgendwie fasziniert und nicht mehr loslässt – sonst würden Sie sich diese Frage erst gar nicht stellen.

Wie finden Sie eine Antwort?

Wichtig ist es, eine Entscheidung zu treffen, und zwar die Entscheidung, die Antwort aktiv zu suchen.

Das Grundwort der christlichen Berufung heißt: „Folge mir nach!“ Mt. 4,19.

Ob das Kloster der Weg ist, auf den Christus Sie beruft, um ihm nachzufolgen, können Sie herausfinden, indem Sie diesen Weg ausprobieren.

„Kloster auf Zeit“ ist ein Angebot unter anderen Möglichkeiten, bei uns einen Aufenthalt zu gestalten. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Frauen zwischen 18 und 35 Jahren…

Dies gilt für junge Frauen, die sich für das geistliche Leben näher interessieren. Interessenten leben mit im  klösterlichen Rhythmus von Gebet und Arbeit.

Mitleben - Mitarbeiten

Kloster auf Zeit

„Kloster auf Zeit“ sollte mindestens 4 Tage dauern und ist nach Absprache das ganze Jahr über möglich.

Elemente sind: Teilnahme am Stundengebet, vormittags Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsbereichen, Möglichkeit zum persönlichen Begleitgespräch, Zeit zu Austausch und Nachfragen etc. (Was ich schon immer wissen wollte!)

Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie oder rufen Sie uns an:

Äbtissin M. Gertrud Pesch OCist.

Abtei Oberschönenfeld

86459 Gessertshausen

08238/9625-0

aebtissin@abtei-oberschoenenfeld.de

oder

sr.maria@abtei-oberschoenenfeld.de