Seligsprechung des Märtyrers Janos Brenner am 1. Mai 2018

Zehntausende Katholiken aus den ungarischen Diözesen

und den Nachbardiözesen, werden zur Seligsprechung des Märtyrers Janos Brenner (1931-1957) am 1. Mai 2018 in Szombathely / Ungarn erwartet. Hauptzelebrant der Messe um 10 Uhr auf dem Domplatz von Szombathely wird Kardinal Angelo Amato sein, der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen. Die Predigt hält Primas Kardinal Peter Erdö. Die Vorbereitungen für die Festlichkeiten, die mit einem Rosenkranz um 9 Uhr auf dem Domplatz von Szombathely beginnen, sind bereits voll im Gang.
Er wurde im Juli 1950 im Stift Zirc eingekleidet und legte ein Jahr später in Budapest die Zeitliche Profess auf Zirc ab; sein Ordensname war Anastasius. Danach aber trat er in das Priesterseminar Steinamanger ein; da dieses von den kommunistischen Machthabern aufgelöst wurde, ging sein Weg über das Raaber Seminar weiter: Er wurde 1955 für das Bistum Steinamanger (Szombathely) geweiht.
Was öffentlich weniger bekannt gemacht wurde ist, dass Janos Brenner nach Ablauf seines ersten Trienniums im Jahr 1954 die Zeitlichen Gelübde wieder abgelegt hatte, und zwar in der heute wenig bekannten Form der vota simplicia perpetua. Dafür gab es zwei Gründe. Erstens: Wäre er ab dem 20. Lebensjahr nicht im Diözesanseminar gewesen, wäre er zum Militärdienst gezwungen worden. Zweitens: Die ungarischen Cistercienser waren in einer bedrängten Lage. Es leben heute noch ungarische Cistercienser, die in ihrer Ordensjugend nie die Feierliche Profess abgelegt haben. Erst nach 1989 und dann schlussendlich unter dem (ungarischen) Generalabt Polykarp Zakar (1985–1995) konnten diese Verhältnisse ordensrechtlich geklärt werden.
*Als Kaplan Janos Brenner in der Nacht zum 15. Dezember 1957 in das Nachbardorf Zsida gerufen wurde, um dort anlässlich eines vorgetäuschten Notfalls die Eucharistie zu spenden, wurde er auf dem Weg dorthin überfallen und mit 32 Messerstichen ermordet. Er war im zweiten Jahr seines priesterlichen Wirkens, inkardiniert im Bistum Steinamanger, aber auch im siebenten Jahr seiner Zeitlichen Profess. Er gilt als Ungarns cisterciensischer Tarcisius. (siehe auch: http://cistercium.blogspot.co.at/2017/11/neue-ocist-seligsprechung-aber-war.html)

Ein Beitrag vom Stift Heiligenkreuz

2018-06-16T08:48:56+00:00 13. März 2018|

Ein Kommentar

  1. Thomas Schenk 15. Juni 2018 um 21:29 Uhr - Antworten

    Ein strahlender Heiliger.
    Dürfen wir auf die Veröffentlichung seines Tagebuches hoffen?

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