Von Gott heimgerufen – unsere Schwester M. Katharina R.I.P.

Jesus, Dir leb ich,

Jesus, Dir sterb’ ich,

Jesus, Dein bin ich im Leben und im Tod.

Jesus, der Herr, hat in Seine ewige Liebe aufgenommen unsere liebe Seniorin

Schwester Maria Katharina (Gabriele Mayer)

Schwester M. Katharina wurde am 12. April 1930  als Gabriela Mayer in Csenze-Ujmajor/Ungarn geboren und wuchs mit zwei Schwestern und zwei Brüdern auf. Mit ihren Geschwistern und deren Familien blieb sie ihr ganzes Leben in Herzlichkeit verbunden.

Von 1936–1941 besuchte sie die Volksschule und von 1941–1944 die Höhere Mädchenschule. Ein großer Lebenseinschnitt war für sie, als sie zusammen mit ihren Angehörigen und vielen Landsleuten 1946 aus ihrer ungarischen Heimat vertrieben wurde. Aus dieser Erfahrung wuchs in ihr eine besondere Sorge und Liebe für die Menschen, die in Kälte, Nacht und Obdachlosigkeit leben müssen und schloss diese besonders in ihr Gebet und ihr Segnen ein. Nach der Vertreibung fand die Familie Aufnahme in Schwabegg/Schwaben, der Heimat ihres Vaters. In ihrem Herzen blieb Sr. M. Katharina stets eine Ungarin, was sich auch daran zeigte, dass sie uns noch im hohen Alter gerne mal ein ungarisches Lied vorsang.

Schon als junges Mädchen trug Sr. M. Katharina die Sehnsucht in sich, Gott ihr Leben in einem Orden zu schenken. Nachdem sie einige Jahre in einem Privathaushalt gearbeitet hatte, trat sie am 2. Juli 1951 zusammen mit Sr. M. Aloisia als Laienschwester in Oberschönenfeld ein, wurde am 15. April 1952 eingekleidet und erhielt den Namen ihrer Mutter Katharina als Ordensnamen. Am 16. April 1953 weihte sie sich durch die Zeitliche Profeß Gott und bestätigte diese Hingabe am 22. April 1956 durch die Ewige Profeß.

Sr. M. Katharina hatte sehr viele Talente und Fähigkeiten und wurde in verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt. Sieben Jahre versah sie ihre Arbeit in der Küche des damaligen Altenheims Sancta Maria, weitere sieben Jahre arbeitete sie im Kuhstall, später in der Küche und bei verschiedenen Hausarbeiten und in der Holzofenbäckerei. Ein gängiges Sprichwort in Oberschönenfeld, das immer wieder zum Schmunzeln verleitete, wurde Sr. M. Katharinas Spruch, wenn sie ihre vielfachen Beschäftigungen als „furchtbar praktisch“ darstellte. Mit ihren vielen wunderschönen Malereien – gestaltet aus Ölfarben und einem kleinen Holzspatel – bereitete sie große Freude. In ihrer Zeit an der Klosterpforte zeigte sich ihr Talent vor allem als „Seelsorgerin“ für jene, die dort ankamen oder anriefen. Ihr großes und weites Herz zeigte sich wiederum besonders den Bettlern gegenüber.

Als das Gehen immer mühsamer wurde, konnte man sie doch immer noch auf dem Fahrrad sehen – und wir waren alle überzeugt, dass Sr. M. Katharina einen besonderen Schutzengel hatte, der sie in der ihr eigenen Unbekümmertheit in manch schwierigen Lagen beschützte.

Eine große Freude bedeutete für sie, als nach dem Konzil der Unterschied zwischen Chorfrauen und Laienschwestern aufgehoben wurde, und sie war – solange es ihr gesundheitlich möglich war – eine eifrige Beterin und Sängerin beim gemeinsamen Chorgebet. Sie verehrte und liebte ihren Heiland im Tabernakel und suchte in kindlichem Vertrauen Zuflucht und Hilfe bei Maria, der Gottesmutter.

Bis ins hohe Alter bewahrte sie sich ihre herzliche Ausstrahlung, war für sie doch das Wichtigste im Leben, Liebe zu verschenken – an Gott und die Menschen.

Bis vor einigen Wochen konnte sie noch an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, bevor sie bettlägerig wurde. Auch dort verließen ihr Humor und ihr Vertrauen auf Gottes Liebe sie nicht. Obwohl schon längere Zeit krank, kam ihr Tod in den Morgenstunden am 12. März 2019 doch für uns ganz überraschend.

Wir danken unserer lieben Schwester M. Katharina für Ihr Vorbild im Beten, Arbeiten, Leiden und in ihrer Treue und sind voll Hoffnung, dass sie nun in ewiger Liebe und Freude bei Gott Heimat gefunden hat. Wir bitten Sie um Ihr Gebet für unsere Mitschwester.

 

 

Von Gott gerufen

durch die Geburt ins Leben

am 12. April 1930

durch die Profeß ins Ordensleben

am 16. April 1953

durch den Heimgang ins ewige Leben

am 12. März 2019

 

Wir bitten Sie um Ihr Gebet für unsere verstorbene Schwester.

Eucharistiefeier mit anschließender Beerdigung

am Samstag, 16. März, 14.00 Uhr in Oberschönenfeld

Äbtissin M. Gertrud Pesch OCist.

und Konvent der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld

D-86459 Gessertshausen

Necrologium OCist. >> Sr. M. Katharina Mayer

 

2019-03-14T14:26:29+00:00 12. März 2019|

2 Kommentare

  1. Christine 12. März 2019 um 21:27 Uhr - Antworten

    Ruhe in Frieden! Und dem Konvent mein herzliches Beileid!

  2. Hermann Stoffels, Hetzerath 13. März 2019 um 09:25 Uhr - Antworten

    Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Mein Beileid an alle Mitschwestern von ihr. Möge sie nun ruhen in Frieden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar